Zur Bedeutung von Gefühl und Vernunftkunst für die Vermittlung von Philosophie und Leben

Authors

DOI:

https://doi.org/10.5380/dp.v22i2.100671

Keywords:

Fichte; Philosophie; Leben; Gefühl; Vernunftkunst.

Abstract

Vermittelt über zwei Aspekte des Gefühlsbegriffs, die da sind Gewissheit der Existenz und Kriterium des Philosophierens, schlägt sich bei Fichte die Frage nach dem Zusammenhang von Philosophie und Leben von Anbeginn seines Philosophierens an in seinem Werk nieder. Zwei Leitlinien lassen sich dazu ausmachen: das ist zum einen die Erörterung der Voraussetzungen, unter denen sich ausgehend vom alltäglichen, konkreten Leben ein spekulatives Denken bilden kann, und zum anderen die Erörterung des Verhältnisses zwischen dem für
sich selbst philosophisch aufgeklärten und bis zu seinem Grund durchdrungenen Wissen zur besagten unmittelbaren Lebenspraxis. Beide Leitlinien ergänzen sich notwendig zu einem Ganzen von Philosophie und Leben und für die Entwicklung beider Leitlinien ist „Vernunftkunst“ (GA II/8, S. 2) erforderlich. Ziel des vorliegenden Beitrags ist, die Rolle zu erörtern, die Gefühl und Vernunftkunst bei der Vermittlung von Philosophie und Leben spielen. Hierfür wird sich auf zum Teil sehr heterogene wissenschaftliche und populärphilosophische Schriften Fichtes aus dem Zeitraum 1780 bis 1804 – und zu einigen wenigen Aspekten auch darüber hinaus auf spätere Schriften bezogen. Auf dieser Textgrundlage sollen zentrale Stationen einer Entwicklung aufgezeigt und dafür auch immer wieder mal die „Grundlage“ mit späteren Formen der Wissenschaftslehre kontrastiert werden. 

Author Biography

Petra Lohmann, Siegen Universität (SU)

Präsidentin der Internationalen J.G. Fichte-Gesellschaft.

Downloads

Published

2026-01-19

How to Cite

Lohmann, P. (2026). Zur Bedeutung von Gefühl und Vernunftkunst für die Vermittlung von Philosophie und Leben. DoisPontos, 22(2), 30–43. https://doi.org/10.5380/dp.v22i2.100671

Issue

Section

Fichte, a doutrina da ciência e seus deslocamentos